Demenz und "Aggression"

Herausforderndes Verhalten - was steckt dahinter?

Vieles verändert sich im Leben eines Menschen mit Demenz. Manches scheint wegzubrechen, aber Gefühle und Bedürfnisse bleiben sehr lange erhalten. Und einige Verhaltensweisen treten neu auf, scheinbar völlig grundlos.

 

Vielleicht wissen Sie nicht recht, wie Sie mit dem veränderten, ja vielleicht sogar „herausfordernden Verhalten“ Ihres Angehörigen umgehen sollen? Ziemlich sicher wissen Sie aber, was im "persönlichen Päckchen" Ihrer Mama enthalten ist, was sie alles erlebt hat. Genau dieses Wissen kann Ihnen jetzt helfen, wenn sie plötzlich bisher unbekannte heftige Gefühlsregungen zeigt.

 

 

Da darf man schon 'mal unleidlich werden...

Jetzt können Sie bestimmt besser verstehen, wie sich Ihre Angehörigen fühlen, wenn sie merken, wie das Denken, Handeln, die Kommunikation zunehmend schwerer fällt.

 

Gerade anfangs werden diese wachsenden Beeinträchtigungen noch sehr bewusst wahrgenommen. Und da wundert es nicht, wenn Angst und Zorn auftritt, Unsicherheit und Scham, sich Ausgeliefert-Fühlen, auf andere angewiesen sein – in jeder vorstellbaren Situation...

 

Da darf man schon mal boshaft, wütend werden oder am Ende gar vor Traurigkeit verstummen, oder?

 

 

Ich spreche von Menschen mit einer Demenz-Erkrankung

und nicht von  "Dementen"

 

 

Ihre Mama ist einzigartig und damit unvergleichbar.

 

Sie hat ihre Vorgeschichte: ihre persönliche Lebens-Geschichte mit Freud und Leid und sie hat

  • Herausforderungen bewältigt
  • Siege davongetragen
  • soziale und berufliche Erfahrungen
  • Vorlieben und Abneigungen
  • Fähigkeiten
  • Wertvorstellungen
  • Ängste und viele andere ((verdrängte) Gefühle
  • sowie bereits bestehende Vorerkrankungen

Und jetzt kommt eine weitere Krankheit in Form von Demenz hinzu.

 

Die Einzigartigkeit Ihrer Mutter bleibt aber bestehen. Auch - oder gerade jetzt. - Für immer.

 

 


Hinter die "aggressive Kulisse" zu blicken

bedeutet, sich darauf einzulassen, dass Gefühle hochkommen, die viele Jahre verdrängt werden konnten. Angst, Trauer, Enttäuschung oder Wut, vieles wofür früher keine Platz war. Und jetzt - in der Demenz - gelingt es nicht mehr so, diese Gefühle wegzudrücken. Und ebenso wird es schwerer, diese Emotionen auseinander zu sortieren oder sie zu benennen - sowohl für Ihre Mutter als auch für Sie.

 

Ist es Angst, Trauer, Verbitterung, Mutlosigkeit, Sorge, Scham, Hilflosigkeit oder seelischer (oder auch körperlicher) Schmerz?

So bald es Ihnen gelingt, hinter die aggressive Fassade zu schauen, werden Sie erkennen: Was braucht der Mensch jetzt? Und damit können Sie gezielter darauf reagieren und zeigen: Mama, ich steh' dir bei - jetzt sofort.

 

 

 

 

Perspektiven bei Demenz in der Familie

Demenz Begleitung München

 

Christine Ramsbacher   -    Heilpraktikerin für Psychotherapie   -   Systemische Beratung und Therapie

81241 München   -    Ernsbergerstraße 7 b   -   Tel. 089-74036267

www.perspektiven-fuer-die-seele.de

             E-Mail: anfrage@perspektiven-fuer-die-seele.de

 

 

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