Alzheimer oder Demenz - was heißt das ?

Demenz ist der Sammelbegriff für zahlreiche Krankheitsformen, bei denen sich das Gehirn verändert.

Seien es Eiweißablagerungen, welche die Nervenzellen beschädigen (z. B. Alzheimer Demenz) oder Schäden durch zerstörtes Gewebe (z. B. Multi-Infarkt-Demenz):

 

Die Folge davon ist, dass funktionsfähige Nervenzellen verloren gehen. So kommen die Signale im Gehirn nicht mehr so an wie früher, werden teilweise falsch weitergeleitet oder verarbeitet. Vieles, was früher selbstverständlich und locker von der Hand ging, geht langsam verloren.

 

Einfach gesagt: hier funktioniert die Kommunikation unter den Nervenzellen nicht mehr so wie früher. 

 

Morbus Alzheimer ist die häufigste Demenz-Form, tritt überwiegend im höheren Alter auf und wird deshalb oft „Altersdemenz“ genannt. Neben der Alzheimer Demenz gibt es noch viele verschiedene Varianten, manche ähneln sich, andere unterscheiden sich deutlich voneinander durch Ursache, den Verlauf und durch ihre charakteristischen Merkmale.

 

Je nach Erscheinungsbild sind Kurzzeitgedächtnis, Orientierung, Denkvermögen, Urteils- und Handlungsvermögen, Sprache, Motorik und sogar die Persönlichkeitsstruktur betroffen.

Allen gemeinsam ist, dass die kognitiven Fähigkeiten (z. B. Informationsverarbeitung) immer schwächer werden.

 

Früher Erlerntes, Bekanntes, ja sogar vertraute Gesichter und die dazu gehörigen Namen können langsam verloren gehen.

So können wir nachvollziehen, dass der Alltag immer beschwerlicher werden kann.

 


"Die Demenz" gibt es nicht - jede Demenz ist unterschiedlich:

 

Schleichend im Beginn, plötzlich auftretend, stufenweise verschlechternd oder aber auch recht rasch fortschreitend im Krankheitsverlauf. Wesenszüge, die früher kaum aufgefallen sind, treten vielleicht jetzt in den Vordergrund, spitzen sich zu.

 

Sie bringen aber Ihre persönliche Vorgeschichte mit, all das, was sie bisher erlebt haben.

 

Vielleicht gibt es schon eine eigene Krankheitsgeschichte - und dann kommt eine weitere Krankheit in Form von Demenz hinzu.

 

Die Einzigartigkeit des betroffenen Menschen bleibt immer bestehen. 

 

 

Hinweise auf eine Demenz können sein:

  • Vergesslichkeit 
  • Konzentrationsprobleme
  • Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten: Denkvermögen, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache verstehen, Entscheidungen treffen, Urteilsvermögen
  • Probleme der Alltagsverrichtungen: Planen, Organisieren, Reihenfolge einhalten
  • Sprachprobleme: sprechen, Wortfindungs-Störungen
  • Orientierungsprobleme
  • Stimmungsschwankungen: Emotionen weniger kontrollierbar, Gemütslage verändert, Trauer, Angst, Scham
  • Verhaltens- und Persönlichkeits-Veränderungen: sozialer Rückzug, Motivation, Vernachlässigung des Äußeren
  • Änderung der Schlafgewohnheiten, veränderter Tag/Nacht-Rhythmus

Demenz-Schub

Erfahrungen zeigen, dass es aber auch Geschehnisse von außen sein können, die einen Demenz-Schub begünstigen oder gar verstärken.

 

Häufig sind es emotionale Belastungen:

  • Ein Aufenthalt im Krankenhaus
  • der Verlust eines Partners
  • Veränderungen in der Pflege-Situation daheim
  • Auszug aus der Wohnung - Einzug in ein Pflegeheim
  • ein Abschied

All das sind Ereignisse, die vieles verändern und mit einem Verlust an Vertrauen, Schutz und Sicherheit verbunden sein können.

 

 

 

 

 

 

Was ist jetzt zu tun?

 

Perspektiven bei Demenz in der Familie

Demenz Begleitung München

 

Christine Ramsbacher   -    Heilpraktikerin für Psychotherapie   -   Systemische Beratung und Therapie

81241 München   -    Ernsbergerstraße 7 b   -   Tel. 089-74036267

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